Die diesjährige Herbstwanderung stand unter dem Motto, nun wollen wir den Aargauern mal den Kanton Zürich näher bringen. Aus diesem Grund führte uns die Route von Bubikon über den Panoramaweg nach Stäfa.
Am Samstag regnete es wie aus Kübeln und die Temperaturen waren alles andere als angenehm. Oft klingelte bei Schelberts das Telefon und die Frage lautete: „Findet die Wanderung statt?“ Steht's war die Antwort: „Klar, wenn Engel reisen, lacht der Himmel.“
Dem war so und so warteten 26 Personen auf den Bahnhöfen Killwangen-Spreitenbach und Dietikon auf die S12, welche die muntere Schar nach Zürich brachte. Anfangstemperatur in Spreitenbach 1,5 Grad und Nebel, aber schon in Schlieren suchten sich die ersten Sonnenstrahlen den Weg durch den Nebel. Auf dem Perron in Zürich begrüsste Urs Schelbert die Wanderer, stellte auch die Gäste vor und wünschte allen einen gemütlichen und sonnigen Wandertag im schönen Kanton Zürich.
Mit der S5 fuhren wir nach Bubikon und dies dann schon bei schönstem Sonnenschein und man darf sagen wolkenlosem Himmel. Immer wieder entzückten uns die neu verschneiten Berge. Am Bahnhof wurden die Wanderer kurz in die Geschichte und Bedeutung des Dörfchens Bubikon eingeführt. Schon wurden Stimmen laut, dass ohne Kaffee die Beine den Dienst versagen. An das hat der Organisator natürlich gedacht und im Kaffee Bolliger reserviert. Bei Kaffee und Gipfeli mit Schokoladenherzli wurden die „Motoren geladen“. An dieser Stelle herzlichen Dank dem Spender, welcher sich ganz spontan meldete.
Aber nun ging es los durch das schmucke Oberländer Dorf, welches bald hinter uns lag. Entlang des Hüsliriets gelangten wir über Ober Wolfhausen in die Nähe des Lützelsees, wo weitherum bekannte Riegelhäuser zu bewundern waren. Bei einem kleinen Halt erfuhren die Wanderer mehr über den Lützelsee und seine Umgebung. Schon gings weiter durch den östlichen Dorfteil von Hombrechtikon entlang dem verträumten Tobelbach zum Weiler Langenriet.
Hier trafen wir auf den Panoramaweg, der über 27 km führt und zwischen Realp (Zürich) und Feldbach manch schöne Sicht ins Zürichbecken und in die nahen Schwyzer und Glarner Alpen bietet. Die Gruppe staunte nicht schlecht, dass uns Herr Schellibaum fachkundlich sämtliche Gipfel mit Namen nennen konnte. Kurz nach Langenriet gelangte man auf das weite, offene Plateau zwischen Dörfli, Grüt und Widmen. Bei schönster Aussicht fand man erneut einen Sponsor, welcher allen eine Apéro offerierte, den er schon den ganzen Morgen mit sich im Rucksack trug. Mancher konnte nicht glauben, dass er mit dem Gewicht immer an der Spitze lief und oft im Tempo sogar gebremst werden musste. Apéro bei dieser Aussicht und Sonne war Erholung pur.
Nun meldete sich doch bei den einen oder andern der Hunger. Weiter auf dem Panoramaweg führte uns der Marsch ins Restaurant Frohberg, wo wir dank Sonnenschein doch tatsächlich draussen auf der Terrasse das Mittagessen einnehmen konnten. Mit tollstem Blick auf die Alpen, den Zürichsee und das Städtchen Stäfa genossen wir die wohlverdiente Pause. Diese tolle Aussicht war wohl die Ursache, dass wieder ein Sponsor den Kaffee bezahlte. Auch ihm ganz herzlichen Dank.
Zu Fuss ging es weiter, die Treppen hinunter durch Stäfa an den Schiffssteg. Pünktlich trafen alle ein, so dass uns das Schiff nach Wädenswil brachte. Wir mussten umsteigen, damit die Aargauer zu einem weiteren Höhepunkt kamen. Hier holte uns doch wirklich noch die Panta Rhei ab und brachte uns sanft gleitend nach Zürich.
Es gab Wanderer die hatten noch nicht genug. Sie haben so Gefallen gefunden am schönen Kanton Zürich, dass sie den Wunsch äusserten, nicht mit dem Tram zum Hauptbahnhof zu fahren, sondern mit kundiger Führung durchs Niederdorf zu gehen. Diesen Wunsch konnte dann erfüllt werden. Die Gruppe teilte sich, müde Wanderer nahmen in Zürich Stadelhofen die S-Bahn und der Rest spazierte durch die nur ganz wenigen Leuten bekannten Gassen des Niederdorfs. Hierbei mussten die Aargauer zugeben, dass sie diesen Teil des Niederdorfes noch nie gesehen hatten.
Anschliessend brachte die S-Bahn alle wieder gesund und munter zurück ins Rüebliland. Den Organisator freute es riesig, dass er als langjähriger Zürcher den Aargauern den schönen Kanton näher bringen durfte.
AS
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